Klett-Cotta-Verlag Psychology
Aus der Praxis

Wieso brauchen wir
eine Traumapädagogik?

Annäherung an einen neuen Fachbegriff


November 2008, 2. Jahrgang, Heft 4, pp 318-327



Zusammenfassung
Traumapädagogik – ein neuer Fachterminus, entwickelt aus der alltäglichen Praxis der Jugendhilfe, erfährt eine zunehmende Beachtung in der pädagogischen Fachöffentlichkeit. Die Forschungserkenntnisse der Psychotraumatologie und Neurophysiologie des letzten Jahrzehnts eröffnen neue Perspektiven für drängende Fragestellungen, die im Jugendhilfebereich bisher nur unzureichend beantwortet werden konnten. Der Artikel beschreibt die Notwendigkeit einer neuen Sichtweise im Umgang mit traumatisch belasteten Kindern und Jugendlichen in den Hilfen zur Erziehung und plädiert für einen verbindlichen interdisziplinären Diskurs zwischen Pädagogik, Psychotherapie und Psychiatrie. Eine »Pädagogik des Sicheren Ortes« betrachtet dabei nicht nur die pädagogische Begegnung zwischen Kind und Erwachsenem, sondern stellt die pädagogische Fachkraft und Einrichtung gleichberechtigt in den Fokus. Der Artikel schließt mit offenen Fragen und Vorschlägen für einen zukünftigen traumapädagogischen Diskurs.

Abstract
»Trauma pedagogy,« a new technical term deriving from the everyday practice of youth care and welfare, is receiving
increasing attention in the relevant
professional circles. The research findings produced by psychotraumatology and neurophysiology over the last decade open up new perspectives on urgent issues in the youth care and welfare sector that have yet to be adequately addressed.
The article emphasizes the necessity of
a new approach to the education and
upbringing of traumatically affected
children and adolescents, calling for the firm establishment of interdisciplinary discourse between pedagogy, psychotherapy, and psychiatry. In this,
»pedagogy of the safe place« focuses
not only on the pedagogic encounter
between child and adult, but places
equal emphasis on the specialist(s) and institution(s) involved. The article closes with a number of hitherto unanswered questions and proposals for the course trauma-pedagogic discourse could
usefully take in future.



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